2 Juni, 2005

Internetbanking usw.

Filed under: Geld    Email diesen Artikel    English version   

Ist man in Österreich gewohnt, dass die Banken alles dran setzen, um ihre Kunden an den elektronischen Geldverkehr zu gewöhnen, scheint es hier in Westaustralien noch nicht so weit zu sein.

Als wir zum Beispiel unser Konto bei der National Australia Bank eröffnet haben, mussten wir erst nachfragen, ob Internetbanking möglich ist. Es ist möglich und für uns erschien alles geritzt. An unser österreichisches Internetbanking gewohnt, dachten wir, dass es da ja kaum Unterschiede geben kann. Da wir aber unser Konto gleich am zweiten Tag nach unserer Ankunft in Perth eröffent haben, waren uns die australischen Eigenheiten noch gänzlich unbekannt.

Das änderte sich aber schnell, als ich das erste Mal eine Überweisung durchführen wollte. Das erlaubte mein Internetbanking Account nämlich nicht. Ich war irgendwie fassungslos, weil für was, wenn nicht Überweisungen brauch ich denn dann ein Internetbanking?

Ich habe daraufhin bei der Bank Hotline angerufen. Die haben mich natürlich nach meiner Kontonummer gefragt. Die steht aber nicht auf der Bankomatkarte - aus Sicherheitsgründen??? - drauf. Ich habe daher aufgelegt, meine Kontounterlagen nach der Kontonummer durchsucht und nochmals angerufen. Der Kundenberater hat mich dann aufgeklärt, dass ich zu meiner Bankfiliale fahren und ein Formular ausfüllen muss, um für Überweisungen berechtigt zu sein. Warum ich das nicht gleich beim Kontoeröffnen ausfüllen musste, ist mir echt nicht klar.

Habe ich schon erwähnt, dass ich jetzt Überweisungen in Australien machen darf, aber für Auslandsüberweisungen trotzdem auf die Bank gehen muss?!

Weiters sind in Australien Schecks immer noch sehr beliebt. Da aber in Österreich Schecks schon vor meiner geldtransferierenden Zeit nicht mehr üblich waren, ist mir diese Zahlungsart eher suspekt. Ich kann mir aber auch keinen Anlass vorstellen, wo wir jemanden einen Scheck ausstellen müssten.

Mit Bankomatkarte zahlen - EFTPOS

Filed under: Geld    Email diesen Artikel    English version   

Wirklich angehm ist in Perth, dass man in jedem Geschäft, jedem Lokal und sogar beim Arzt mit der Bankomatkarte zahlen kann. Das ganze nennt sich EFTPOS System. Das steht für ‘Electronic Funds Transfer at Point of Sale’. Warum das nicht auch einfach Bankomatkassa heissen kann, weiss ich nicht, aber ATM Cash klingt wohl nicht so gut auf englisch.

Wenn man nun mit der Bankomatkarte zahlen will, muss man auf zwei Fragen gefasst sein. Erstens muss man angeben, ob man einen Cheque oder einen Savings Account hat. Wir haben das erstemal einfach geraten und Savings Account gesagt. Wir wissen bis heute nicht, was der Unterschied ist und welches Konto wir eigentlich haben. Bis jetzt ist aber noch alles einwandfrei abgebucht worden, also dürften wir richtig geraten haben.

Die zweite Frage ist, ob wir ‘Cash out‘ wollen. Da die meisten so nuscheln, verstehen wir den Satz rundherum nicht, aber sobald jemand Cash out sagt, sagen wir einfach “No, thanks” drauf. Wir haben aber schliesslich begriffen, dass man bei der Kasse nicht nur seine Rechnung abbuchen lassen kann, sondern auch quasi Geld beheben kann, ähnlich wie bei einem Bankomaten.

Bankomat - ATM

Filed under: Geld    Email diesen Artikel    English version   

Der Bankomat heisst auf englisch ATM oder Automated Teller Machine. Einer von diesen segensreichen ATMs steht in Perth an jeder Ecke. Das ganze hat nur einen Haken. Man muss einen finden, der zu seiner Bank gehört.

Findet man nämlich keinen, und holt sich Geld von einem Bankomat einer anderen Bank, zahlt man eine gesalzene Gebühr. Bei unserer Bank zahlt man pro Abhebung bei einem Fremdbankomat $1.50, also ca. 90 Eurocent. Das führt dann dazu, dass man wie verrückt eine Einkaufsstrasse hinauf und hinunter läuft und verzweifelt den ATM der National Australia Bank sucht und dann erkennen muss, dass das die einzige Bank ist, die auf dieser Strasse nicht vertreten ist.

Andrerseits kann es aber auch vorkommen, dass 6 Bankomaten nebeneinander aufgebaut sind. Das entdeckt man aber natürlich erst, wenn man sich schon Geld von einem Fremdbankomaten geholt hat.

Prähistorische Gürteltierchen & Co.

Filed under: Flora & Fauna    Email diesen Artikel    English version   

In unserem kleinen, aber feinen Reihenhausi haben wir eine Menge kleiner Mitbewohner. Über unsere vielen sechs bis acht beinigen Spinnenfreunde haben wir ja schon berichtet. Spinnen sind aber nicht die einzigen Tierchen, die es sich bei uns gemütlich machen.

guerteltierchen.JPGRelativ lieb sind diese kleinen Käferchen, die irgendwie ausschauen wie prähistorische Gürteltierchen. Wenn es nur eins oder zwei sind, lasse ich sie einfach laufen oder ich wische sie mit den Besen einfach wieder bei der Tür hinaus. Werden sie mir zu viel, werden auch sie mit dem Staubsauger weggesaugt, siehe auch unsere Spinnenbefreiungsaktion.

Mühsamer sind da die Ameisen, da unser Haus auf ihrer Route zu liegen scheint. Sie kommen vom Vorhof unter der Eingangstür durch und verschwinden dann hinter der Bodenleiste. Wir haben versucht einen sogenannten Ameisensand auf unsere Türschwelle zu streuen, aber die Ameisen sind ja nicht blöd! Sie krabbbeln einfach die Wand hinauf rund um den Sand herum. Aber solange sie keinen Ameisenhügel in unserem Wohnzimmer bauen, kann ich damit leben.

Hin und wieder verirren sich auch Kakerlaken zu uns, aber mein lieber Mann rettet mich dann immer, indem er sie mit einem Becher einfängt und sie dann im Garten aussetzt.

gecko.JPGEin anderer Mitbewohner ist ein kleiner Gecko, der bei uns in der Mauer im Garten wohnt. Der ist eigentlich ganz entzückend. Seit kurzem hat er keinen Schwanz mehr, er muss wohl diesen aus Verteidigungszwecken abgeworfen haben. Da er Spinnen und sonstiges Kleingetier auf dem Speiseplan hat, ist er mir der liebste unserer Mitbewohner.

1 Juni, 2005

Flaschenbürstel Strauch

Filed under: Flora & Fauna    Email diesen Artikel    English version   

flaschenbuerstel.JPGDie Pflanzenwelt in Perth ist aussergewöhlich üppig. Wenn etwas blüht, dann blüht es ordentlich und in strahlenden Farben (more…)

Die spinnen die Spinnen

Filed under: Flora & Fauna    Email diesen Artikel    English version   

Perth ist zwar die Hauptstadt von Westaustralien, die Stadt erinnert aber eher an einen gemütlichen Kleingartenverein. Der durchschnittliche Perthianer hat sein eigenens Haus mit kleinen Garten rundherum. So auch wir. Wir haben ein kleines, aber feines Reihenhausi mit dazugehörigem kleinen, aber feinen Hinterhof/garten. Für uns durchschnittliche Wiener Hochhausbewohner ein völlig neues Erlebnis.

schwarzespinne.jpgVor allem auch deswegen, weil wir unser schnuckeliges Hausi mit einer nicht unbedeutenden Menge von “Haustieren” teilen. Viele von unseren Mitbewohnern haben sechs bis acht Beine und sind ….. Spinnen. Spinnen aller Art. Angefangen von Weberknechten, die ja angeblich keine echten Spinnen sind, bis zu kleinen schwarzen Spinnen und grossen schwarzen Spinnen. Anfangs war ich recht hysterisch, mittlerweile habe ich mich fast daran gewöhnt.

Am Tag unseres Einzugs haben wir ja noch nichts davon bemerkt, aber als ich das erste Mal duschen wollte, hat mich fast der Schlag getroffen, dass es sich sechs bis acht Weberknechte in der Duschkabine gemütlich gemacht haben. Irgendwie hab ich das Duschen ganz schnell hinter mich gebracht und wollte mich von meinem Schock bei meinem morgentlichen Kaffee auf der Couch erholen. Da krabbeln doch zwei dieser Biester frisch vergnügt über die Armlehne der Couch?

Daraufhin haben wir begonnen das Haus genau unter die Lupe zu nehmen. Und siehe da, in jeder Ecke sitzt so ein dicker fetter Weberknecht. Und ich meine wirklich in jeder Ecke. Unter jedem Tisch, jedem Kasterl, in den Küchenschränken und vor allem hinter der Couch. Da waren nämlich ungelogen mindestens 40 Weberknechte und Spinnen beisammen. Mit Nest und allem Drum und Dran.

rottupfispinne.jpgDa das Erschlagen einer solchen Menge weder angenehm ist, noch ohne Flecken abgehen würde, haben wir unseren Staubsauger zur Spinnenbefreiungsaktion herangezogen. Und ich muss sagen, nach einigen Stunden saugen und putzen waren wir fast spinnenfrei. Habt ihr gewusst, dass diese Vieher ganz ordentlich schei… können? Lauter kleine schwarze Punkte hinterlassen sie am Boden. Da muss man ganz schön schrubben, um das wegzubekommen.

Wir dachten, dass nach diesem Erstschlag die Spinnen einfach weg sind. Nun ja, das ist nicht der Fall. Die sind ziemlich zäh und vermehren sich viel zu schnell. Daher steht der Staubsauger griffbereit im Wohnzimmer und wann immer sich so ein vorwitziger Hausfreund zeigt, wird er einfach weggesaugt. Wir saugen ziemlich viel.

braunespinne.JPGSchlimmer als die Weberknechte sind die echten Spinnen. Die sind grösser und schwerer und überleben leider den Staubsauger. Und da wir leider einen Staubsauger ohne Staubsackerl haben, muss man den Staubbehälter dann ausleeren und wenn man eh schon hysterisch ist, ist das keine allzu gute Idee. Gott sei Dank, rettet mich mein lieber Mann vor diesen Spinnen. Er fängt sie mit einem Becher ein und setzt sie dann im Garten aus. Ich hoffe dann immer, dass sie lieber zum Nachbarn gehen als zu uns.

baumspinne.JPGEine andere Spinne, die uns grosse Freude bereitet, wohnt in dem grossen Baum vor unserem Haus. Sie ist nachtaktiv und baut jede Nacht ihr Netz zwischen Baum und unserem Auto, das unter dem Baum parkt. Als die Spinne das erste Mal in den Baum eingezogen ist, bin ich in ihr Netz gelaufen. So grausig! Vor allem wenn die Spinne noch darauf sitzt. Das Netz ist nämlich ziemlich gross, ca. 1 Meter im Durchmesser. Seit ich weiss, dass sie immer ihr Netz an der Beifahrertür unseres Autos befestigt, steige ich immer erst ein bisschen später ins Auto ein und ein bisschen früher aus dem Auto aus. Man ist ja anpassungsfähig. Wir haben im Internet recherchiert und herausgefunden, dass sie nicht giftig ist. Na, das ist doch immerhin etwas, gell?

Doppelte Sperrlinie - was ist das?

Filed under: Verkehr    Email diesen Artikel    English version   

Der Verkehr in Perth ist ja generell erstaunlich. Erstaunlich langsam, erstaunlich paranoid, erstaunlich aggressiv, aber auch erstaunlich unbeirrt (more…)