26 Dezember, 2005

Weihnachten - 2. Teil

Filed under: Feiertage    Email diesen Artikel    English version   

Weihnachten in Australien ist an sich sehr britisch. Santa Claus is coming - durch den imaginären Rauchfang. Imaginär deshalb, weil die Häuser in Perth meist keinen offenen Kamin haben.

Santa Claus kommt in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember, Geschenke gibt es daher in der Früh. Viele haben einen Christbaum, der aus Kunststoff gemacht ist. Wir haben gesehen, dass es auch echte Bäume zu kaufen gibt, dass sind dann Nadelbäume, Tannen sind es aber keine. Der Weihnachtsschmuck ist irgendwie sehr farbenfroh, für unseren Farbengeschmack ein bissi zu bunt. Oft gibt es blau-rot-gelb-grün blinkende Lichterketten am Baum.

Am 25. Dezember gibt es dann ein Familienessen. Das ist entweder ein typisch australisches Barbeque oder sehr britisch mit einem ganzen Truthahn und/oder Ham, englisches Gemüse und Christmas Pudding. Apropos Christmas Pudding, das ist ein schwer im Magen liegender Früchtekuchen. Wir haben eine kleine Variante davon probiert, das schaut dann so aus wie ein kleiner schokobrauner Muffin mit zähen Früchten drin.

Laut einigen Kollegen wird trotz der Hitze an den englischen Essenstraditionen festgehalten, weil es halt Tradition ist. Man könnte meinen, dass viele Fisch oder Meeresfrüchte zu Weihnachten essen, das ist aber anscheinend nicht wirklich so üblich.

So, das wäre es mal zu den australischen Festtagsgewohnheiten. Unsere Informationen stammen von unseren australischen Kollegen. Wir selber waren bei einer Familie, die ursprünglich aus Malaysia stammt, eingeladen und diese kann nicht unbedingt hundertprozentig als klassisch australisches Beispiel herangezogen werden. Es gab aber allerdings auch Truthahn, Ham, Gemüse und Garnelen. Alles sehr yummie!

24 Dezember, 2005

Weihnachten

Filed under: Feiertage    Email diesen Artikel    English version   

Weihnachten in Australien….

Was sollen wir sagen. weihnachtsbeleuchtung.jpg

Wir haben zuhause immer wieder einmal davon gesprochen, Weihnachten irgendwo zu verbringen, wo es warm ist. Wir haben uns das sehr schön vorgestellt. Weitweg vom nasskalten Wetter in Wien, dem vorweihnachtlichen Geschenke-Besorge-Stress, dem sich-die-Füße-abfrieren beim Punschtrinken am Christkindlmarkt, dem Essmarathon über die Feiertage, etc. etc. etc.

weihnachtsmann.jpgNun, wir haben Weihnachten jetzt schon zweimal ohne den oben genannten Sachen erlebt und - ob ihr es glaubt oder nicht - haben das alles schmerzlichst vermisst. Weihnachten bei über 25 Grad und Sonnenschein, mit kitschig-bunten Weihnachtsbeleuchtungen, Santa Clause in voller Weihnachtsmannmontur (mit Stiefel, Pelzbesatz und Rauschebart) zwischen Kindern in T-Shirts, kurzen Hosen und Flipflops, ist nicht dafür geeignet irgendein weihnachtliches Gefühl aufkommen zu lassen. Was würden wir für ein paar Schneeflockerl, Punsch, Kekse, richtige Christbäume und vor allem unsere Familie und Freunde geben?

Uns ist eines noch viel deutlicher geworden, Weihnachten ohne die Menschen, die einem etwas bedeuten, ist es einfach kein Weihnachten. Mag der Weihnachtsstress noch so mühsam sein, die Tradtionen verstaubt, die diversen Verwandten an den Nerven zehrend, das gehört einfach dazu.

Das weiss man halt auch erst, wenn man am 24. alleine wo sitzt und nicht so recht weiss, was man mit sich anfangen soll.

13 Dezember, 2005

Perth Zoo

Wir waren im Zoo und wir sind hellauf begeistert!

Koala.jpgDer Zoo in Perth ist auf alle Fälle einen Besuch wert. Der Zoo befindet sich in South Perth zwischen der Mill Point Road und der Labouchere Road. Wenn man von der Mill Point Road kommt, gibt es einen großen Parkplatz, der 5 Dollar für 7 Stunden kostet. Kommt man von der Labouchere Road gibt es auch einen kostenlosen Parkplatz, aber das haben wir erst gesehen, als wir schon geparkt und bezahlt haben.

Der Eintritt in den Zoo ist mit 16 Dollar pro Person recht happig, aber das gesamte Gelände ist äußerst liebevoll und aufwendig gestaltet und somit sein Geld alle Mal wert. Man kann sich um 2 Dollar auch einen Lageplan kaufen, damit man weiß, welche Tiere man sich auf alle Fälle auf welcher Route anschauen kann.

Der Zoo ist ein weitläufiges Gelände, das in mehrere Bereiche unterteilt ist:

1. Afrikanische Savanne
2. Asiatischer Regenwald
3. Australischer Walkabout
4. Welt der Vögel
5. Nachtaktives Haus
6. Australische Nassgebiete
7. Reptilien

Weiters gibt es ein afrikanisches Dorf, einen Regenwald Rundgang, einen Kinosaal mit Filmen über afrikanische Tiere, einen großen Spielplatz, ein großes Picknickgelände, ein Karussel für Kinder, ein umweltfreundliches Schauhaus und ein Cafe-Restaurant, das sogar eine Alkohollizenz hat.

FruehstueckimZoo.jpgFür einen Zoobesuch sollte man sich unbedingt mindestens 3 Stunden Zeit nehmen. Wir waren über 6 Stunden dort, wir haben uns aber einen gemütlichen Tag gemacht.

Wir haben mit einem sehr guten Frühstück und einem kleinen Flascherl Wein im Safari’s Cafe den Tag begonnen.

Dann haben wir uns die sehr große Vogelabteilung angeschaut, bei der man sehr viele bunte Papageienarten bewundern kann.

Danach ging es ins nachaktive Haus, in dem man kleine Wüstenmäuse, Fledermäuse, Frösche und putzige kleine Fellknäuel (keine Ahnung mehr, wie die heißen, sie haben auf alle Fälle weiße Punkte) anschauen kann. Auch Spinnen kann man bewundern. Ein Verwandter unserer Spinne im Baum vor unserem Haus war auch dabei. Mit großer Erleichterung haben wir festgestellt, dass keine der giftigen Spinnen bei uns lebt!

Loewe.jpgDann ging es weiter zu den Gorillas, die ein riesiges Gelände bewohnen. Die waren aber wenig spektakulär, weil ihnen zu heiß war zu Mittag und sie nur im Schatten gesessen sind.

Dann sind wir zu den afrikanischen Savannentieren: Löwen, Giraffen, Zebras, Nashörner mit Baby, Lemuren, Elefanten und mehr.

Dann haben wir den asiatischen Regenwald besucht mit lustigen Affen und nicht sichtbaren Geparden.

BarbaraaufNumbat.jpgIm australischen Walkabout kann man Kangaroos, Stachelschweine, Wallabees, Emus und Koalas bewundern. Man könnte auch die gefährdeten Numbats sehen, aber die haben sich versteckt. Aber es gibt ein großes Numbat aus Holz vor dem Gehege, damit man sieht wie ein Numbat eigentlich ausschauen sollte.

Im australischen Nassgebietbereich war ein riiieeesiges Krokodil zu bewundern, Schildkröten, die sich gepaart haben, nur das Pinguingelände war gerade unter Renovierung.

AussieGrill.jpgAuf dem großen Picknickgelände waren dann die Australier zu bewundern, die voll ausgerüstet - auf den hier in jedem Park üblichen Grillern - ihren Lunch zubereitet haben.

Die Gehege sind alle sehr gepflegt und sehr sehr groß. Man kann auf alle Fälle auch im Hochsommer den Zoo besuchen, weil es sehr viele Bäume gibt und man daher sehr oft auch Schatten hat.

Uns hat es auch das umweltfreundliche Haus angetan. Dort wird gezeigt, wie man mit einer Wurmfarm den Kompost verbessern kann, wie man den Stand der Sonne beim Hausbau einplanen könnte, wie man Sonnen- und Windenergie einsetzen könnte und welche Pflanzen man wo und wofür am besten anpflanzt. Übertrieben war nur, dass sie vorschlagen, dass man mit einem Holzofen kochen soll.

Zebra.jpgDie Tiere schauen sehr gut aus, will heißen, man hat nicht das Gefühl, dass sie übertrieben neurotisch sind, aber wie gesagt, die Gehege sind alle sehr groß.

Es gibt auch den ganzen Tag über Präsentationen von bestimmten Tieren. Zum Beispiel kann man bei der Fütterung von Fledermäusen, Lemuren oder Krokodilen zuschauen. Es gibt auch geführte Touren, die gratis sind.

Mir haben es besonders die Cassowaries angetan, das sind Emu-ähnliche Vögel und ihre Eier sind grün!! Wie große Ostereier!

Am Wochenende ist der Zoo gut besucht und man sollte sich auf viele Familien mit Kindern einstellen.

Hier geht’s zur offiziellen Perth Zoo Webseite: www.perthzoo.wa.gov.au