Wir waren mit einigen Kollegen Go Kart fahren in Perth. Im Stadtteil O’Connor in der Nähe von Fremantle gibt es eine Indoor Go Kart Halle (Ecke Sainsbury Road / Stock Rd).
Um 45 Dollar fährt man 3 Mal 10 Minuten. Die Nummern der Go Karts geben Aufschluss über die Sitzgröße der Go Karts. Also die Numer 3 ist für Schmal Popos geeignet, also für Kinder und Mike, und die höheren Nummern für größere Popos. Mein am besten passendes Go Kart war Nummer 6.
Die Halle ist mittelgroß und auf einer Ebene. Die erste Runde war zum Aufwärmen, da sind wir die wenigsten Runden gefahren. Wenn man dann schon die Kurven kennt, kann man die Runden eigentlich ohne die Bremse zu benutzen fahren. Taka, Mike und Markus waren die schnellsten mit den meisten Runden, aber einmal war ich schneller als mein Bruder, um ganze 0,02 Sekunden
Die Go Karts sind nicht wirklich für große Leute gegebaut und Mike hatte - wie immer eigenlich - einen aufgeschlagenen, blauen und fast blutigen Rücken. Das hat ihm aber - auch wie immer - nicht aufgehalten, um die Kurven zu fetzen.
Allerdings kann bei dieser Go Kart Halle nicht an der Wand entlang sliden. Wenn man an der Wand ankommt, bleibt man sofort stecken. Auch hat der Bahnaufseher einen Powerknopf und stopt alle Fahrer sofort, wenn irgendetwas passiert ist.
Fazit: Es war heiß, super anstrengend und ur viel Gaudi!
Letztens haben wir das Moonlight Kino im Kings Park entdeckt. Jedes Jahr im Sommer werden Filme im Western Power Park Land (ein riesiger Kinderspielplatz im Kings Park) gezeigt.
Wir dachten, dass das so wie in Wien abläuft mit aufgestellten Sesselreihen oder Tribünen. Aber hier ist das viel viel bequemer. Jeder kommt mit der kompletten Picknickausstattung, wie Sessel, Decken, Kühltruhen, usw. Ein paar scheinen sogar ihre Bettdecken mitgenommen zu haben. Wenn man keine Campingausrüstung - so wie wir - zur Hand hat, kann man sich super bequeme Beanbags zum Sitzen ausborgen und bei zwei Essensstandeln sich mit Essen und Getränken versorgen. Allerdings ist das eine eher teure Angelegenheit, ein kleines Bier kostet 10 Dollar.
Die Sicht ist super und der Ton war echt ok. Das einzige was man unbedingt braucht, ist ein Gelsenspray, weil man sonst zum Festessen für die Gelsen in der Dämmerung wird. Auch kühlt es relativ stark nach Sonnenuntergang ab, daher ist es gut, eine Decke mitzuhaben.
Das Moonlight Cinema ist echt super gemütlich und viel bequemer als “normales” Kino.
Rottnest Island ist eine Insel vor der Küste von Perth. Die Haus-und-Hof Insel der Perthianer ist 19km von der Küste entfernt und ungefähr 11km lang und 4,5km breit.
Rottnest Island ist autofrei, das Haupttransportmittel ist das Fahrrad. Auf der Insel leben 10.000 Quokkas, das sind kleine Beuteltiere, die sich auf der Insel frei bewegen und unter Naturschutz stehen. Der Entdecker der Insel, dachte es handelt sich um Riesenratten und hat die Insel Rottnest (rat nest - Rattennest) genannt. Die Quokkas wissen genau, dass ihnen niemand was tun darf und sind daher sehr zutraulich. Es gibt auch eine Menge frei herumspazierender Pfauen, die wenn man nicht aufpasst, versuchen, dir das Essen vom Teller zu stehlen.
Zur Insel kommt man per Fähre, die entweder im Süden von Perth von Fremantle oder im Norden von Perth von Hillary Boat Harbour losfährt. Die Überfahrt kostet pro Person hin und retour 50 Dollar. Nimmt man sein eigenes Fahrrad mit kostet das nochmals 11 Dollar per Fahrrad.
Auf der Insel selbst gibt es ein paar Hotels und eine Menge kleiner Selbstversorger Cottages, die man mieten kann. Die schauen sehr entzückend aus. Vor allem für Familien mit kleinen Kindern erscheint das der ideale Urlaubsort zu sein.
Wie gesagt kann man die Insel per Fahrrad oder per kleinen Zug erkunden. Es gibt traumhafte Buchten mit weißem Sand und je weiter man sich vom vom Ankunftssteg entfernt, umso einsamer werden die Buchten.
Wir haben unseren Tag im Cafe Dome mit einem Frühstück begonnnen. Dann haben sich Markus und Sue Zann Fahrräder ausgeborgt. Wir hatten unsere Fahrräder dabei. Das Ausborgen pro Tag kostet zwischen 25 und 35 Dollar pro Tag. Apropos es herrscht Fahrradhelmpflicht auch auf Rottnest Island.
Dann sind wir los geradelt. Im Innerern der Insel gibt es Salzseen, die mitunter rosa schimmern, weil Algen irgendetwas mit Betacarotin machen, ich hab vergessen was, und dann schimmert das Wasser rosa-orange. Das Radeln ist für Untrainierte wie uns manchmal ganz schön anstrengend. Es geht Hügel rauf und runter und die Sonne ist schon in der Früh ziemlich stark. Wir sind auch auf die höchste Erhebung von Rottnest Island geradelt (keuch keuch), den sogenannten Oliver Hill.
Am Oliver Hill gibt es ein altes Geschütz aus dem 2. Weltkrieg. Das Ding ist riesig, war damals drehbar und hatte eine Radiusreichweite von ca. 35km. Es war dazu gedacht, Angriffe vom Meer von Torpedobooten, Ubooten usw. abzuwehren. Wir haben eine Tour gemacht, was in Anbetracht der Hitze ganz gut war, da man auch in die Tunnel unter dem riesigen Geschütz geführt wird und es da angenehm kühl ist. Falls sich einer wundert, wegen 2. Weltkrieg und so. Der Hauptfeind für die Australier waren die Japaner. Der Tourguide hat es aber immer vermieden von Japanern zu reden, es war immer nur die Rede vom “Enemy”. Ich nehme mal an, aus Rücksicht auf die japanischen Touristen.
Dann sind wir weiter geradelt zur Geordie Bay. Dort haben wir uns Mini-Glasbodenboote für zwei Personen zum Selberfahren ausgeborgt und Fische mit Fischfutter angelockt. War sehr lustig! Die Fische reagieren sogar auf deine Handbewegungen, auch wenn du kein Fischfutter ins Wasser wirfst.
Dann wollten wir nach Kingstown radeln, haben aber die Abzweigung verpasst und haben uns drei steile Hügel hinaufgequält, um dann festzustellen, dass wir schon halb am Weg zum anderen Ende von Rottnest Island sind. Ich habe aber k.o. gegegen. Die Sonne und mein gequältes Hinterteil haben mich komplett erledigt. Wir sind dann zurück nach Thompson Bay, wo auch der Anlegesteg ist und haben uns in einem schönen Cafe von den Strapazen erholt. Sue Zann ist noch ins Wasser gehüpft, aber uns war es - wie immer - einfach zu kalt, um mehr als bis zu den Knie hinein zu gehen.
Um 16:00 geht die letzte Fähre (während der Weihnachtsferien gibt’s auch spätere Fähren) und wir sind wieder ans Festland gedüst. Wir waren (und sind auch einen Tag später immer noch) komplett geschafft. Wir haben die Sonne wohl einfach unterschätzt. Wir haben zwar keinen Sonnenbrand, wir haben uns alle Stunden mit der 30er Sonnencreme eingeschmiert, aber das Radeln in der Sonne ist für Untrainierte echt nur mit Vorsicht zu genießen. Außerdem fehlt uns offensichtlich auch die nötige Abhärtung am Hinterteil. Wir können derzeit nur auf weichen Untergrund sitzen
Rottnest Island ist ein Muss bei einem Perth Besuch. Das wunderschöne Urlaubsflair, die traumhaften Buchten sind viel zu schön, um Rottnest Island nicht gesehen zu haben.
Mehr Infos zu Rottnest Island gibt’s hier: http://www.rottnestisland.com/en/default.htm
Fliegen in Australien sind ein wahre Plage. Sobald es nur ein bisschen wärmer ist, kommen sie in Scharen. Und sie wollen unbedingt in dich hinein.
Sie versuchen in deine Augen, Nase und Mund zu fliegen. Ich nehme mal an, sie brauchen Flüssigkeit. Die sind entsetzlich lästig. Sie setzen sich auf Deine Mundwinkel und warten bis du den Mund aufmachst. Der durchschnittliche Australier verschluckt sicher ein paar Fliegen im Laufe seines Lebens. So grauslich!
Nicht umsonst spricht man sogar vom australischen Gruß, wenn man irgendjemanden fanatisch vor seinem Gesicht wacheln sieht.
Letztens haben wir eine Sendung im Fernsehen gesehen, da wurde ein Haus versteigert und während der Versteigerung hat der Redner doch glatt eine Fliege verschluckt!