Perth wird in Reiseführern gerne als moderne Metropole in Mitten von nirgendwo beschrieben. Nun, Perth ist sicherlich in Mitten von nirgendwo, die nächste grosse Stadt ist Adelaide und die ist 2700km entfernt. Perth aber als moderne Metropole zu beschreiben, halten wir persönlich für ein bisschen weit hergeholt.

Unser erster Eindruck von Perth war, wir befinden uns in Mitten einer lieblichen Kleingartenvereinsidylle. Abgesehen vom Business District, gibt es vereinzelt Hochhäuser, welche mehr als drei Stockwerke haben, aber ansonsten kommt man sich vor wie in einer ländlichen Kleinstadt. Ein Einfamilienhaus ist an das andere gereiht, jedes mit einem wuzikleinen Garten rundherum. Die Häuser haben entweder gar keine Zäune oder sie sind von einer dicken Ziegelmauer umgeben. Die Häuser selbst sind sehr oft aus sandgelben Ziegelsteinen gebaut und schauen daher alle irgendwie gleich aus.
Wenn wir uns überhaupt Gedanken vor unserer Abreise über das Aussehen und Feeling von Perth gemacht haben, haben wir uns eher eine Grossstadt vorgestellt mit Hochhäusern und einem mondänen Flair. Mit einem pulsierenden Tag- und Nachtleben und irgendwie fortschrittlicher als bei uns zu Hause.
Wir waren daher auf diese eher kleinstädtische Idylle nicht vorbereitet. Versteht uns nicht falsch, es ist absolut nichts Verkehrtes an einer Kleinstadt, auch nicht, wenn diese eine so immense Ausdehnung wie Perth hat. Es hat halt nur ein bisschen gedauert, bis wir unsere Erwartungen von Perth mit dem tatsächlichen Perth in Einklang gebracht haben.

